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Peter Kodera
"Sonderausstellung - Figurale Abstraktion - bei Galerie Lehner"

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Peter Kodera, 1937 - 2014
Callgirl
Collage und Acryl auf Platte
1981
130 x 84 cm

Peter Kodera
Collage
Acryl auf Platte
1973
92 x 61 cm

Galerie Lehner, die den gesamten Nachlass von Peter Kodera betreut, präsentiert im Rahmen der Sonderschau „Peter Kodera – Figurative Abstraktion“ ca. 15 Arbeiten dieses Künstlers aus den 80er Jahren. Peter Kodera war ein äußerst vielseitiger Künstler. 1961 schloss er das Studium an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst und an der Filmschule in Wien ab. Nach Freund- und Ateliergemeinschaften mit bildenden Künstlern begann seine konsequente Beschäftigung mit Malerei und Fotografie. Von 1993 bis 1996 war Kodera Präsident des Wiener Künstlerhauses.

Seine Gemälde sind dem Duktus und Gestus des Informell verpflichtet, welcher schon die frühen Arbeiten der 60er Jahre bestimmte. Seit dieser Zeit begann eine jahrzehntelange Suche nach Formulierungen und Methaphern zur Befindlichkeit von Gesellschaft und Individuum. Dabei ist die „Realität“ zumindest andeutungsweise in die Bilder eingezogen und bringt entschlüsselbare Aussagen. „Er sucht das Normale im alltäglichen Leben und macht daraus das Besondere", hat der ehemalige Belvedere-Direktor Gerbert Frodl das malerische Werk Koderas einmal beschrieben. Die Mittel, die der zutiefst politische Künstler dazu nutzte, waren vielfältig: Seit 1958 malte Kodera, 2008 war er zuletzt mit einer 25 Jahre umspannenden Retrospektive im Künstlerhaus zu Gast. Sein Prinzip war dabei unabhängig vom verwendeten Medium dasselbe, wie er anlässlich der Werkschau erklärte: „Material stets in Bewegung zu halten.“

 

Samstag, den 4. März 2017 | 15:00 Uhr: Zur Ausstellung spricht Dr. Frederik Lehner